Grundlagen

Isotherme Zustandsänderung von Gasen p0 x V0 = p1 x V1 = p2 x V2 gilt, wenn die Veränderung der Gaspolster im Speicher so langsam erfolgt, dass genügend Zeit für den Wärmeaustausch gegeben ist und damit die Temperatur konstant bleibt.
Adiabatische Zustandsänderung von Gasen p0 x V0k= p0 x V1k= p2 x V2k tritt ein, wenn die Veränderung der Gaspolster im Speicher rasch erfolgt und die Temperatur nicht konstant bleibt. Bei den in der Praxis auftretenden Betriebsverhältnissen ergeben sich meistens polytrope Zustandsänderungen, die näher der Adiabate als der Isotherme liegen. Das verfügbare Ölvolumen ist abhängig von der Nenngröße des Hydrospeichers und von den während des Betriebes herrschenden Druckverhältnissen.
Mit Hilfe der Gleichungen kann, entsprechend den gegebenen technischen Bedingungen der Hydraulikanlage, die geeignete Nenngröße ausgewählt werden.


Definitionen
p0  Gasfülldruck
p1  minimaler  Betriebsdruck
p2  maximaler Betriebsdruck
V0  effektives Gasvolumen, gleichzeitig Nennvolumen
V1  Gasvolumen bei p1
V2  Gasvolumen bei p2
ΔV verfügbares Ölvolumen ΔV = V2 – V1
k Adiabatenexponent (k = 1,4 für Stickstoff bis zu p2 =200 bar, über 200 bar weicht k stark ab)

Zulässige Druckverhältnisse

minimales Druckverhältnis

Für Blasen- und Membranspeicher gilt: p1 1,1 x p0

Der kleinste hydraulische Druck p1 sollte stets etwas größer sein, als der Gasvorspanndruck p0, um ein ständiges Aufschlagen der Blase auf das Ölventil bei entleertem Speicher zu verhindern.

maximales Druckverhältnis 

Für Blasenspeicher gilt: p24 x p0

Für Membranspeicher gilt: V0=0,16 – 2,0l, p2 ≤ 8 x p, V0=2,8l , p2  ≤ 4 x p0  

Ölvolumen
In Abhängigkeit der Drücke  p0 , p1 , p2, verändern sich die Gasvolumina V0V1 , V2 . Das verfügbare Ölvolumen ΔV errechnet sich wie folgt: ΔV = V2 – V1
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